Willkommen bei Löwenzahn!
Beratung von Eltern und pädagogischen Fachkräften
Schön, dass Sie da sind!
Hinter jedem Verhalten steckt ein guter Grund
Vielleicht sind Sie hier, weil Sie das Verhalten eines Kindes besser verstehen möchten. Vielleicht fühlen Sie sich selbst erschöpft, angespannt oder ratlos. Vielleicht fragen Sie sich, warum Gespräche, Erklärungen oder bisherige Strategien nicht die gewünschte Veränderung bringen.
Wenn Menschen unter Stress geraten – Kinder ebenso wie Erwachsene –, reagieren sie oft anders, als sie es eigentlich möchten. Wir handeln impulsiv, ziehen uns zurück, kämpfen, erstarren oder verlieren den Zugang zu dem, was uns wichtig ist. Hinterher fragen wir uns nicht selten:
„Warum habe ich so reagiert?“
„Warum fällt es mir oder anderen so schwer, anders zu handeln?“
Dabei sind solche Reaktionen meist kein Ausdruck von mangelndem Willen, fehlender Motivation oder schlechter Absicht. Häufig sind sie automatische Schutzreaktionen unseres Nervensystems.
Diese Perspektive verändert vieles.
Denn wenn wir Verhalten nicht länger vorschnell bewerten, sondern verstehen lernen, entsteht Raum für Mitgefühl, neue Handlungsmöglichkeiten und nachhaltige Veränderung.
Die moderne Neurobiologie und Psychologie liefern heute wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Stress, Sicherheit, Beziehung und Entwicklung zusammenwirken. Dieses Wissen hilft uns, uns selbst besser zu verstehen, Kinder kompetenter zu begleiten und herausfordernden Situationen mit mehr Klarheit und Handlungssicherheit zu begegnen.
Verstehen statt Bewerten
Auffälliges oder herausforderndes Verhalten ist oft keine bewusste Entscheidung. Häufig handelt es sich um eine automatische Reaktion auf inneren Stress, Überforderung oder das Gefühl von Unsicherheit.
Vielleicht kennen Sie das auch von sich selbst: Sie reagieren in einer Situation heftiger, als Sie es eigentlich möchten, und fragen sich später, warum das passiert ist.
Wenn wir überfordert sind, übernimmt unser Körpersystem die Führung. Automatische Schutzprogramme werden aktiviert, die uns helfen sollen, mit einer Belastung umzugehen. Gleichzeitig steht uns dann oft nicht mehr die gesamte Bandbreite unserer Fähigkeiten zur Verfügung – wir können weniger klar denken, fühlen uns schneller gereizt oder verlieren den Zugang zu Kreativität, Empathie und flexiblen Lösungen.
Kinder erleben diese Prozesse ebenso. Von außen wirkt ihr Verhalten oft unverständlich, störend oder provozierend. Doch häufig steckt dahinter ein Nervensystem, das gerade sein Bestes gibt, um mit einer belastenden Situation zurechtzukommen.
Was Kinder und Erwachsene in solchen Momenten nicht brauchen, ist mehr Druck, mehr Disziplin oder noch mehr Anstrengung. Was sie brauchen, ist ein Gefühl von Sicherheit. Denn erst wenn unser Nervensystem Sicherheit wahrnimmt, können Lernen, Entwicklung, soziale Verbindung und Selbstregulation gelingen.
Herausforderndes Verhalten verstehen – Kinder wirksam begleiten
Fühlen Sie sich durch das Verhalten eines Kindes manchmal hilflos, erschöpft oder frustriert?
Vielleicht erleben Sie als Mutter, Vater oder Großelternteil heftige Wutausbrüche, ständige Konflikte, Rückzug oder ein Kind, das scheinbar nicht auf Erklärungen reagiert.
Vielleicht begleiten Sie als pädagogische Fachkraft Kinder, deren Verhalten Sie und Ihr Team zunehmend an die Grenzen bringt.
Oft entsteht dabei das Gefühl, immer wieder dieselben Strategien anzuwenden – ohne nachhaltige Veränderung. Die Belastung wächst, Missverständnisse nehmen zu und nicht selten leiden Beziehungen darunter.
Doch was, wenn Verhalten nicht in erster Linie ein Problem ist, das beseitigt werden muss, sondern eine wichtige Botschaft?
Aktuelle Erkenntnisse aus Neurobiologie, Entwicklungspsychologie und Stressforschung zeigen, dass herausforderndes Verhalten häufig eine Anpassungsreaktion auf empfundenen Stress, Überforderung oder mangelnde Regulation ist. In solchen Momenten stehen Kindern viele der Fähigkeiten, die Erwachsene von ihnen erwarten – etwa Selbstkontrolle, logisches Denken oder angemessene Kommunikation – nur eingeschränkt zur Verfügung.
Gerade hier entsteht häufig eine Erwartungslücke: Wir erwarten von Kindern Fähigkeiten, die in der jeweiligen Situation oder Entwicklungsphase noch nicht ausreichend verfügbar sind. Die Folge sind Frustration, Konflikte und das Gefühl, nicht verstanden zu werden – auf beiden Seiten.
Ein tieferes Verständnis unseres Autonomen Nervensystems eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten. Wenn wir erkennen, warum Kinder mit Rückzug, Verweigerung, Anpassung, Kampf- oder Fluchtreaktionen reagieren, können wir sie gezielter unterstützen und gleichzeitig unsere eigene Belastung reduzieren.
In meiner Arbeit verbinde ich aktuelle Erkenntnisse der Neurobiologie mit einem traumasensiblen und nervensystemorientierten Verständnis von Verhalten. Ziel ist es, Eltern, Großeltern und pädagogische Fachkräfte dabei zu unterstützen,
- herausforderndes Verhalten besser zu verstehen,
- Stress- und Regulationsprozesse zu erkennen,
- eigene Handlungssicherheit zu stärken,
- Kinder in ihrer Selbstregulation zu begleiten,
- Beziehungen zu festigen und Entwicklung zu fördern.
Mein Angebot
Ich begleite Eltern, Großeltern und pädagogische Fachkräfte dabei, Verhalten aus einer nervensystemischen und traumasensiblen Perspektive zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Belastung, Konflikten und emotional herausfordernden Situationen zu entdecken.
Gemeinsam entwickeln wir individuelle und alltagstaugliche Lösungen, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und den Menschen hinter dem Verhalten in den Mittelpunkt stellen.
Denn oft beginnt Veränderung dort, wo Verstehen möglich wird.

Meine Haltung und Arbeitsweise
Wertschätzung, Vertrauen und Wohlwollen sind für mich mehr als Werte – sie bilden die Grundlage jeder Entwicklung. Denn Menschen wachsen dann, wenn sie sich gesehen, verstanden und angenommen fühlen.
Über mich
Hinter jeder Haltung steckt eine Geschichte
Die Erkenntnis, dass Verhalten oft Ausdruck von Stress, unerfüllten Bedürfnissen und unbewussten Schutzstrategien ist, hat mein Leben grundlegend verändert – als Mensch, als Mutter und schließlich auch beruflich.
Wie ich zu dieser Perspektive gefunden habe und warum sie heute die Grundlage meiner Arbeit bildet, lesen Sie

Literaturempfehlungen
in ungeordneter Reihenfolge und nicht abschließend
Trauma und Beziehungen (Verena König)
Die Polyvagaltheorie und die Entwicklung des Kindes (Marilyn R. Sanders und George S. Thompson)
Mehr als Verhalten (Mona Delahooke)
Brain-Body-Parenting (Mona Dekahooke)
Traumaspuren transformieren - Janina Fisher
Intimität und Verlangen - David Schnarch
Emotionale Erinnerung - Klopfen als Schlüssel für Lösungen (Antonia Pfeiffer)
#Education For Future (Gerald Hüther, Marcell Heinrich, Mitch Senf)
Wenn der Körper Nein sagt (Dr. Gabor Maté)
Entwicklungstrauma heilen (Laurence Heller, Aline Lapierre)
Befreiung von Scham und Schuld (Laurence Heller, Angelika Doerne)
Auch alte Wunden können heilen (Dami Charf)
Bin ich traumatisiert? (Verena König)
Wir verlieren unsere Kinder! (Silke Müller)
Traumasensible Paartherapie (Katharina Klees)
Die stille Revolution (Bodo Janssen)
Verwundete Kinderseelen heilen (Peter A. Levine, Maggie Line)
Das Trauma in dir (Bessel van der Kolk)
Birth's hidden legacy (Annie Brook)
Klopfen mit Kindern (Claudia A. Reinicke, Michael Bohne)
Der Vagus-Nerv (Deb Dana)
Die Wolfsfrau (Clarissa Pinkola Estés)
Der Vagusnerv - unser innerer Therapeut (Sandra Hintringer)
#regretting motherhood (Orna Donath)
Entwicklung empowern mit PEP (Michael Bohne, Sabine Ebersberger)
Huch, die Angst ist da (Légé/Grolimund)
Lotte, träumst du schon wieder? (Rietzler & Grolimund)
Jaron auf den Spuren des Glücks (Grolimund & Rietzler)
Wie kommt das Glück in den Kopf (Gerald Hüther)


